Erfahrungsberichte THUJA

Thuya occidentalis (Lebensbaum)

"Ein großer Konflikt"
Zwei Teilnehmer hatten sich während der Seminar-Woche wegen sehr unterschiedlicher Umgangsweisen mit Mensch und Öl immer weniger tolerieren können. Das hatte schon zu einer unterschwellig brisanten Gruppenbildung geführt.
Dann gab es die Aufgabe, Thuja-Öl in der eigenen Wahrnehmungsart malend auf Papier zu bringen. Während dieses Malens am großen Tisch kam unpassende Unruhe auf, die angeblich von der einen Teilnehmerin ausging und die andere derart störte, dass sie wutschnaubend den Raum verließ. Wir Dozenten waren in dem Moment außerhalb und bekamen nun die eine Variante des Geschehens mit (‚spiritueller Niedergang! Alles unter der Gürtellinie, völliger Niveauverlust!’ etc.). Das erschreckte mich nun – dummerweise – so sehr, dass ich schulmeisterlich streng die Teilnehmerin im Raum zur Rechenschaft ziehen wollte. Mein Tonfall kam nicht gut an; speziell 2 Teilnehmerinnen waren so getroffen, dass die eine bis zur Abreise kein Wort mehr mit mir wechselte.


Es gab über Monate hinweg eine Reihe klärender Gespräche und Begegnungen. Zweierlei wurde deutlich:
1. Die unerlösten Seiten dieses energetisch extrem starken Öls waren für uns alle eine Herausforderung, mit der auch ich nicht gerechnet hatte.
2. Wir hatten zu lernen, was denn im spirituellen Sinne ‚Wir’ heißen kann – und was nicht. V.a. dies nicht: Es gibt keine von irgendjemandem vorschreibbare ‚Linie’, nach der alle das Gleiche zu empfinden hätten.


Sondern: Eine beteiligte Teilnehmerin schrieb mich später besorgt an, ob die Aromakunde denn nun drohe, in eine Sektentendenz zu verfallen. Ich lud sie – nach Verneinung dieser Frage – zum nächsten Kurs ein.
Und sie kam. Und sie machte so sehr berührende und authentische Erfahrungen, dass sie mich beiseite nahm und mir sagte, ihre Befürchtungen seien unbegründet und hätten sich aufgelöst.

Bericht von Jürgen Trott-Tschepe

aus dem Buch "Essenzen meines Lebens"